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Ein Kursbericht von Ernst B. Darnuzer

Kühles, regnerisches Wetter – genau das richtige, um im Trockenen an Oldtimern zu schrauben. Wir trafen uns bei Louis und Brigitte Frey in Muri. Geplant waren drei Samstag-Nachmittage, geworden sind es über acht Stunden an hochinteressanten und neuen Erfahrungen – im wahrsten Sinne des Wortes.

Erster Kurstag
Nach der Vorstellung unseres Instruktors Louis Frey und seiner Frau Brigitte half uns ein wärmender und stärkender Kaffee, die folgenden Stunden zu bewältigen. Wir erfuhren viel Wissenswertes und Neues über die auf Oldtimer spezialisierte Garage Louis Frey, bevor wir in den Garagen und Werkstätten die Organisation und die Abläufe kennen lernen durften. An zwei «alten» Rolls Royce- und Panzermotoren wurde diskutiert, geschraubt, erklärt, versucht und wieder geschraubt. Wir arbeiteten fleissig und wissensbegierig, die Zeit verging wie im Fluge.

Als spezielles Highlight startete Louis zum Abschluss dieses ersten Nachmittags seinen Rennwagen, mit dem er im In- und Ausland Bergrennen fährt. 12 Zylinder Rolls Royce, 27 Liter Hubraum (!), 320 Liter Benzintank und 50 Liter Kühlwasser – imposant, überwältigend, laut, archaisch, fasst unglaublich – oder, wie es ein Kursteilnehmer formulierte: «Zorros Teufelswagen». Wir können den nächsten Samstag kaum erwarten.

Zweiter Kurstag
Heute übten wir den Aus- und Einbau von Vergasern, Zündverteilern und Bremsscheiben. Die Einführung in die «Elektrik/Elektronik» von Oldtimern führte uns einige Male in eine fremde (oder vergessene) Welt. Dabei ging es insbesondere darum, was geht und was nicht resp. was sinnvoll ist. Wir diskutierten auch die Möglichkeiten, moderne Navi-Systeme und Radios anschliessen zu können.


Dritter Kurstag

Nach letzten «Schraub-Arbeiten» gab Louis uns eine Einführung in die Blecharbeit, wobei besonders auf das richtige Polieren, Beheben von kleinen Roststellen etc. das Augenmerk gelegt wurde. Eine Ausfahrt mit zwei Jaguar-Oldtimern rundete diesen hochinteressanten und lehrreichen Kurs ab. Alle Teilnehmer durften auf einer Rundfahrt einmal ans Steuer und so das Feeling eines alten Wagens spüren, welches bei allen bleibende visuelle, auditive und kinästhetische Eindrücke hinterliess.

Ein hervorragender Anlass, der weitherum grossen Anklang fand und bereits eine Warteliste für den Jahrgang 2018 zur Folge hat. Eine rasche Anmeldung für das nächste Jahr ist sehr empfehlenswert.